
Na… jetzt, wo es endlich Sommer ist, wird doch die Reiselust immer größer, oder? Viele von euch sind ja vielleicht schon unterwegs. Ein enger Freund von mir, Michael, hat mir einen Bericht über seine Korsika-Tour geschickt. Beneidenswert! Ich werde ihn in 3 Teilen veröffentlichen. Hier der erste:
Nach dem langen Winter habe ich endlich die Möglichkeit, eine Motorradtour im wilden Korsika zu unternehmen. Zu dritt rüsten wir unserer Motorrad auf; ein Tag bei Martin, unserem vertrauten Mechaniker, um alles zu überprüfen: Öl, Räder, Luftdruck, Kupplung, Bremsen sind in Ordnung. Meine kleines Baby hat noch keinen Kratzer und ich wünsche mir keine Überraschungen auf den engen Bergwegen: die kleinen Bergstraßen können schon unzuverlässig sein. Nur das Wetter, das im Moment wunderschön ist, ist auf jeden Fall schon mal auf unserer Seite.
Die Reise soll 10 Tage dauern. Wir haben alles dabei, um campen zu können, wo es erlaubt ist (eigentlich selten), eine Karte, kein GPS: ein bisschen Abenteuer ist doch spannender.
Unser Ziel ist es, fast jeden Tag Meer und Berge zu wechseln, das Gefühl von Temperaturänderungen auf der Haut zu spüren, wunderschöne, von Wind geformte Panoramen zu erfahren.
Die Ankunft ist in Saint Laurent, ganz im Norden: dann beginnen wir die Reise und fahren in Richtung Westen. Eigentlich brauchen wir gar nicht so lange zu fahren, nach nur 40 km sind wir mitten in der Agriates-Wüste, ein nach der dort wachsenden Mittelmeer-Vegetation duftendes Naturschutzgebiet, in dem man hier und da auf halb freie, wie es scheint, vergessene Kühe, stößt.
Der Weg ist wahrscheinlich absichtlich nicht asphaltiert, so dass die Touristen dieses kleine Paradies nur mit Mühe erreichen können (und es dadurch vielleicht wenigstens für eine Weile noch ein Paradies bleibt). Allerdings ist es eine richtige Folter für meine Räder über diesen huppeligen Steinweg fahren zu müssen, der wohl ein ausgetrocknetes Flussbett ist.
40 Minuten sind nötig, um am Strand anzukommen, dabei begegnen wir auch richtig sportlichen Motorrädern, wie der FZ1 oder der CBR, die noch mehr Schwierigkeiten haben. Als wir schließlich ankommen, können wir unseren Blick gar nicht mehr von dem wunderschönen Strand abwenden, der sich uns hier präsentiert: SALECCIA!!
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